Als Motivationsanreiz für privaten Klimaschutz will die SPD einen Klimaschutzpreis in Höhe von 1.000 € an diejenigen verleihen, die durch Klimaschutzmaßnahmen das meiste CO2 einsparen.
Die Blomberger GRÜNEN loben in der Sitzung des Hauptausschusses den Willen, den Klimaschutz weiter in den Fokus zu rücken. Mehr kann die Fraktion dem Vorschlag aber nicht abgewinnen.
„Wie soll die Verwaltung den Aufwand leisten, die CO2 –Einsparungen zu ermitteln?“ fragt die Fraktionsvorsitzende Kathrin Zimmer. In der Tat bleibt offen, wer am Ende den Preis bekommen soll. „Soll etwas derjenige mit der großen Villa, der bislang einen sehr großen CO2 Ausstoß hatte und dann eine große Summe in Dämmung und Solar investiert, dafür Geld von der Stadt bekommen? Oder derjenige, der seit 30 Jahren mit dem Rad fährt und über Jahre einen geringen Fußabdruck hat? Diese Idee ist nicht gerecht umsetzbar und schafft mehr Frust als Anreiz“, so Kathrin Zimmer weiter.
In den Augen der GRÜNEN wird dieser Vorschlag der Dringlichkeit des Klimaschutzes nicht gerecht. Zuletzt hatte die SPD sowohl Klimaschutzmaßnahmen bei der Festsetzung zum Gewerbegebiet Östlich des Flachsmarktes als auch für das Neubaugebiet in Donop abgelehnt. „Die UN hat jüngst vor einem Massensterben biblischen Ausmaßes gewarnt. Antonio Guterres warnt davor, dass 10 % der Menschheit in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des steigenden Meeresspiegels vertrieben werden. Wir erleben im Augenblick mit der extremen, anhaltenden Dürre in der italienischen Poebene möglicherweise das erste Jahr, in dem Menschen mitten in Europa als Folge des Klimawandels ihre Heimat verlassen müssen. Das Thema Klimaschutz ist viel zu existenziell, um sich mit billiger Symbolpolitik aus der Verantwortung zu stehlen und gleichzeitig bei ernstem und verbindlichen kommunalen Klimaschutz auf der Bremse zu stehen“, ärgert sich Timo Broeker, stellvertretender Fraktionsvorsitzender.
Aus diesen Gründen haben die GRÜNEN den Vorschlag entschieden abgelehnt. „Wird ernstgemeinter Klimaschutz wieder in den Fokus gerückt, egal von welcher Fraktion, werden wir das uneingeschränkt unterstützen,“ blickt Kathrin Zimmer in die Zukunft.

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