WAS GIBT'S NEUES? (2018)

Datum Inhalt

22.10.18

Eigentlich sind es inzwischen schon fast 21 Jahre her, seitdem die erste Version der "Grünen Seiten" im November 1997 ans Netz ging. Auf das 20-jährige Jubiläum hatten wir bereits Anfang dieses Jahres hingewiesen und dabei versprochen, "demnächst" noch näher darauf einzugehen. Dass es dann doch noch fast ein weiteres Jahr dauern sollte, war damals noch nicht abzusehen. Das Jahr 2018 brachte bekanntlich in der Blomberger Kommunalpolitik einschneidende Ereignisse mit sich.

Wir haben uns im Laufe des Jahres Gedanken gemacht, wie man das Homepage-Jubiläum am besten begehen könnte. Das Ergebnis unserer Überlegungen ist ein Jubiläums-Quiz mit Fragen zum Inhalt der Grünen Homepage. Für jedes Jahr von 1997 bis 2018 gibt es genau eine Frage, für die jeweils 3 Alternativ-Antworten zur Wahl stehen.

Wer alle Fragen richtig beantwortet, dem winken die folgenden 3 Hauptpreise im Wert von je 30€:

  1. Eine Solarlampe aus Südafrika aus fairem Handel
  2. Eine "Fresskiste" mit fair gehandelten Lebensmitteln aus dem Weltladen "Amahoro"
  3. Ein Gutschein zum Einkaufen im Weltladen "Amahoro"

Darüber hinaus gibt es etliche Trostpreise zu gewinnen, z.B. Seedballs, Pfannenheber aus unbehandeltem Holz und nützliche, kleine Notizblöcke. Alle Preise können im Schaufenster des Grünen-Büros, Neue Torstr. 25, in Augenschein genommen werden.

Surfen Sie los – hier geht's zum Quiz!

20.10.18

Interessante und gleichzeitig provokante Thesen zum Thema Bauen vertrat Dipl.-Ing. (FH) Sven Georgi, seines Zeichens Bausachverständiger aus Detmold, in der Flüggeschen Scheune. Die Blomberger Grünen hatten aus Anlass des neuen Baugebietes "Am Sonnenhang" dazu eingeladen (s. Ankündigung).

In seinem mit zahlreichen Beispielen und Fotos gespickten Referat zeigte Georgi aus seiner Praxis als Bausachverständiger, dass die heutzutage üblichen Dämm-Materialien ihren Zweck oft nicht erfüllen, sondern im Gegenteil nach einigen Jahren sogar massive Bauschäden verursachen können. Im Nachhinein können somit für die Bauherren enorme Sanierungskosten entstehen, die z.B. zu entsprechenden Mietsteigerungen bei Mietshäusern führen können.

Anstatt die Häuser mit Wärmeverbundsystemen quasi in Styropor einzupacken, plädierte der Referent stattdessen für eine Massivbauweise in Holz, Beton oder Ziegel. Die als Anschauungsmaterial mitgebrachten Bau- und Dämmstoffe (z.B. Seegras) konnten die Zuhörer aus nächster Nähe begutachten.

Für Interessierte: Das Referat von Dipl-Ing. Georgi ist an dieser Stelle nachzulesen.

Die Blomberger Grünen betrachten Veranstaltungen wie diese als Anregung nicht nur für die Bauinteressenten im neuen Baugebiet "Am Sonnenhang", sondern für alle, die entweder neu bauen oder Bestandsbauten sanieren wollen.

05.10.18

Die Blomberger Grünen haben sich in den letzten Jahren maßgeblich für das neue, stadtnahe Baugebiet „Am Sonnenhang“ am Feldeggerser Weg eingesetzt. Bis Ende dieses Jahres laufen dort noch die Erschließungsmaßnahmen für Kanäle, Versorgungsleitungen und Baustraßen. Ab 2019 können die Grundstücksbesitzer dann anfangen zu bauen.

Bei Neubauten müssen Baufamilien und ihre Architekten die Energie-Einsparverordnung (EnEV) einhalten. Ziel ist dabei ein möglichst geringer Energieverbrauch des Hauses und damit die Minimierung des Treibhausgases CO2 im Sinne des Klimaschutzes. Dies kann einerseits durch die verwendeten Baustoffe und andererseits durch eine effiziente Heiztechnik erreicht werden.

Wie der Name „Am Sonnenhang“ bereits aussagt, spielt außerdem die Nutzung der Solarenergie in dem günstig nach Süden geneigten Baugebiet (s. Foto rechts) eine wesentliche Rolle.

Um den künftigen Bewohnern des Baugebiets „Am Sonnenhang“ eine erste Orientierung für ihren Neubau zu geben, haben die Grünen den Bausachverständigen Dipl.-Ing. Sven Georgi aus Detmold als Referenten eingeladen. Georgi bemängelt, dass viele der heute verwendeten Baustoffe, Farben und Bodenbeläge sich durch ihre Ausdünstungen negativ auf die Gesundheit der Bewohner auswirken können. Er spricht sich daher konsequent für altbewährte, gesunde und finanzierbare Baumaterialien aus.

Die Veranstaltung findet statt:

  • am Montag, 15.10.18
  • um 19 Uhr
  • in der Flüggeschen Scheune, Friedrichstr. 8 (neben der Grundschule)

Alle, die bestehende Häuser und Wohnungen renovieren wollen, sind natürlich auch herzlich eingeladen!

Der Eintritt ist frei!

21.09.18

Während der "Fairen Wochen" war auch in diesem Jahr wieder der mobile "FairStand" auf dem Wochenmarkt vertreten, um für fair gehandelte Produkte aus den Entwicklungsländern zu werben und auf den Weltladen in der Neuen Torstr. 25 hinzuweisen. Der Laden ist jeden Freitag vom 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet.

Die grünen Ratsfrauen Heike Niedermeier und Crista Hilgenstöhler waren zur Unterstützung der Mitarbeiterinnen aus dem Weltladen ebenfalls auf dem Marktplatz präsent, um für die faire Sache zu werben und Produkte aus den Entwicklungsländern zu verkaufen. Auch bei der großen Feier am Samstagnachmittag rund um das IZIP im Paradies wird der "FairStand" von grüner Seite tatkräftig unterstützt.

Hermann Söhnel vom Verein "Initiativen Afrika" (s. Foto rechts) wies darauf hin, dass es inzwischen auch Schokolade gibt, die komplett in Afrika (Ghana) produziert wird. Damit ist die gesamte Produktionskette vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt zum ersten Mal komplett in afrikanischer Hand. Diese Schokolade gibt es inzwischen auch in Bio-Qualität.

Nähere Infos über die original afrikanische Schokolade unter https://fairafric.com/de/.

07.09.18

Der Bauausschuss verabschiedete am 29.08.18 einstimmig einen Antrag der Grünen-Fraktion zum Erhalt des historischen Hohlweges, der entlang des neuen Baugebietes vom Feldeggerser Weg bis zur Ulmenallee führt. Hier verlief bereits vor 1200 Jahren die "Cöllnische Straße", die von Köln über Paderborn nach Magdeburg führte. Nach der Gründung der Stadt Blomberg wurde diese überregionale Straße – wegen der Zölle – durch das Niedere Tor und das Heutor weiter durch diesen Hohlweg geführt.

Es ging den Grünen in erster Linie darum, dass der noch gut erhaltene obere Teil des Hohlwegs (s. Fotos rechts) als bedeutendes Kultur- und Bodendenkmal unter Schutz gestellt und in die Denkmalliste eingetragen wird. Außerdem sollen die noch vorhandenen Hangseiten auf beiden Seiten des Wegs entlang des neuen Baugebiets "Am Sonnenhang" nicht durch Baumaßnahmen zerstört werden.


In der Verwaltungsvorlage sowie in der Presseberichterstattung wurde leider der Eindruck erweckt, dass die Initiative zum Erhalt des Hohlwegs ausschließlich von der Verwaltung ausging und die Grünen mit ihrem Antrag lediglich offene Türen eingerannt hätten.

Die Grünen legen deshalb Wert auf die Feststellung, dass sie es waren, die zum Hohlweg recherchiert und mit der Kreisarchäologin Frau Dr. Elke Treude vom Landesmuseum Detmold Kontakt aufgenommen hatten. Frau Dr. Treude hatte sich daraufhin bei einem Ortstermin in Blomberg mit den zuständigen Bauamtsmitarbeitern von der Sachlage überzeugt. Sie stellte auch fest, dass der Hohlweg bereits in den 80er Jahren auf die Denkmalliste gesetzt werden sollte, das damalige Verfahren jedoch aus unbekannten Gründen im Sande verlaufen war.

Der Antrag der Grünen an den Bauausschuss war dann zum Schluss das letzte Glied in der Kette, um dem verwaltungsinternen Vorgang den politischen Stempel aufzudrücken. Die Blomberger Grünen begrüßen ausdrücklich die reibungslose, unbürokratische Zusammenarbeit zwischen den Grünen, der Kreisarchäologin und dem Bauamt.

Hoffen wir, dass die uralte "Cöllnische Straße" auch in Zukunft noch vielen geschichtlich Interessierten, Wanderern und Spaziergängern erhalten bleibt!


Weiterführende Literatur: Willy Gerking, Alte Wege und neue Straßen in Ostlippe

22.08.18

Seit Wochen und Monaten existieren sie inzwischen: die Dauerbaustellen an gefühlt Dutzenden von Stellen im Stadtgebiet, vor allem in der Blomberger Kernstadt und in Istrup. Aufgebuddelte Straßenränder und unpassierbare Bürgersteige behindern Passanten und Autofahrer. Und das Schlimmste: An den meisten dieser Baustellen wird nicht gearbeitet. Offenbar gibt es nur eine relativ kleine Gruppe von Bauarbeitern, die wechselweise mal hier und mal dort tätig ist.

Was ist da los und warum? Gerüchteweise soll es um den Ausbau des Glasfasernetzes gehen. Starten wir also eine Suche nach dem Begriff "Glasfaser". Die Homepage der Stadtverwaltung (www.blomberg-lippe.net) ergibt dazu leider keine wie auch immer gearteten Informationen zu den aktuellen Bauarbeiten. Erst eine Recherche bei den beiden News-Portalen Blomberger Anzeiger und Blomberg Voices zeigt des Rätsels Lösung. Beide Artikel stammen übrigens vom Februar dieses Jahres. Kurze Zusammenfassung:

    Die Telekom baut ihr Netz im Vorwahlbereich 05235 aus und erhöht zugleich das Tempo. Rund 4.400 Haushalte in Blomberg und Istrup bekommen ab Januar 2019 schnelles Internet. Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler wird das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten.

    Die Verteiler werden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut (s. roter Pfeil auf dem Foto rechts). Die großen grauen Kästen am Straßenrand werden zu Mini- Vermittlungsstellen. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen.

    Um die Kupferleitungen schnell zu machen, kommt Vectoring bzw. Super-Vectoring zum Einsatz. Diese Technik beseitigt elektromagnetische Störungen. Dann sind Geschwindigkeiten von bis zu 250 MBit/s möglich. Es gilt die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher ist seine Geschwindigkeit.

Wir hätten uns gewünscht, dass diese Informationen von der Stadtverwaltung noch mal zeitnah vor Beginn der Bauarbeiten veröffentlicht worden wären. Und eine städtische Info zur Gesamtdauer der Maßnahmen wäre auch nicht zu viel verlangt gewesen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden ...


[Update 30.08.18]: Seit Montag, dem 27.08. tut sich was! Die Baustelle an der Ecke Neue Torstraße/Holstenhöfener Straße ist inzwischen weitgehend abgeräumt und der Gehweg ist wieder frei. Laut Auskunft von Bauamtsleiter Frank Bischoff im Bauausschuss am 29.08. hat die Telekom zugesichert, dass die Arbeiten bis zum 14.09. beendet sein werden, also etwa in zwei Wochen.

Manchmal lohnt es sich eben doch, auf den einen oder anderen Missstand öffentlich hinzuweisen ...

06.08.18

Heute jährt sich zum 73. Mal der Atombombenangriff auf Hiroshima. Weltweit wird der Opfer gedacht und gemahnt, dass diese Massenvernichtungswaffen nie mehr eingesetzt werden dürfen. Die 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN, https://www.icanw.de/) fordert von der Bundesregierung den deutschen Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag. Mit Unterstützung der Öffentlichkeit setzt sich die ICAN für einen internationalen Vertrag ein, der Atomwaffen endgültig verbietet.

Im Juli 2017 hatten 122 Staaten bei den Vereinten Nationen diesen Vertrag beschlossen, der u.a. den Besitz, die Stationierung und die Drohung mit Atomwaffen verbietet. Inzwischen haben mehr als 50 Staaten unterzeichnet und 11 Staaten ratifiziert, darunter auch Österreich und der Vatikan. Der UN-Vertrag tritt in Kraft, nachdem ihn 50 Staaten unterzeichnet und ratifiziert haben. Leider gehört Deutschland bislang nicht zu den Unterzeichnern des Vertrages.

Momentan sucht die ICAN die Unterstützung von Abgeordneten auf Europa-, Bundes- und Länderebene, damit diese eine Erklärung zur Unterstützung des Verbotsvertrages zu Atomwaffen unterschreiben (siehe https://www.icanw.de/abgeordnetenerklaerung/), um damit Druck auf die Bundesregierung auszuüben.

Der Blomberger "Arbeitskreis Atomausstieg" hat darum die NRW-Landtagsfraktion der Grünen gebeten, sich möglichst geschlossen an der ICAN-Unterschriftenkampagne zu beteiligen. Wibke Brems (Foto rechts), Sprecherin der grünen Landtagsfraktion u.a. für Anti-Atom-Politik, schrieb daraufhin:

    ... vielen Dank für Ihren Brief und den Hinweis auf die ICAN-Erklärung zur Unterstützung des Vertrages zum Verbot von Atomwaffen. Sehr gerne unterstütze ich den Vorstoß der Vereinten Nationen für ein Verbot von Atomwaffen. Ich habe die Erklärung unterzeichnet und inzwischen auch alle GRÜNEN Landtagsabgeordneten aus Nordrhein-Westfalen: https://www.icanw.de/abgeordnetenerklaerung/ .

    Ganz herzliche Grüße und noch mal vielen Dank für Ihre Zuschrift

31.07.18

Mitte Juni dieses Jahres feierte die Blomberger NABU-Gruppe rund um den Martiniturm ihr 40-jähriges Jubiläum. Ein ganzes Wochenende lang gab es Informationen über die Aktivitäten des Blomberger NABU, angefangen von dessen Gründungsjahr 1974 bis heute. Dabei ist vor allem die Anlage und die Pflege eines umfangreichen Biotop-Verbundes im Umfeld der Stadt Blomberg zu erwähnen.

Als besonderes Highlight präsentierten die NABU-Mitglieder umfangreiches Material über die heimischen Fledermäuse. Im Martiniturm waren künstlerische Darstellungen der am häufigsten vorkommenden regionalen Fledermausarten zu besichtigen. Fachvorträge und Fledermaus-Exkursionen am Weinberg rundeten das Programm ab.

Mitglieder der Blomberger Grünen nutzten über das Wochenende die Gelegenheit, um sich ausgiebig über die NABU-Arbeit zu informieren. Als besonders faszinierend wurden dabei die abendlichen Fledermaus-Exkursionen am Weinberg empfunden, die von den Fachleuten Dirk Tornede (NABU, Foto links) und Matthias Füller (Biologische Station Lippe) durchgeführt wurden.

Für den Menschen sind die hochfrequenten Fledermauslaute unhörbar, mit denen sich die Tiere beim Fliegen im Gelände auch bei Dunkelheit orientieren und Insekten als Beutetiere ausmachen. Mithilfe eines mobilen Ultraschall-Detektors (Foto links) konnten diese Töne für die Teilnehmer der Exkursion hörbar gemacht werden.

Zum runden Geburtstag des Blomberger NABU beschloss die Grünen-Fraktion eine Spende in Höhe von 100 EUR. Die stellvertretende Fraktionssprecherin Heike Niedermeier überreichte der NABU-Vorsitzenden Christiane Stolz diesen Betrag, der speziell der Fledermausarbeit des NABU zugute kommen wird.

20.07.18

Die Blomberger Versorgungsbetriebe (BVB) beantragen die Errichtung und den Betrieb von 2 Windenergieanlagen (WEA) im östlichen Bereich der Gemarkung Istrup. In dem Antrag geht es um den Immissionsschutz. Die zugehörige Bekanntmachung des Kreises Lippe enthält u.a. folgende Infos:

  • Bei der WEA BM-52 handelt es sich um eine Anlage des Typs Enercon E-138 EP3 TES mit einer Nabenhöhe von 131,0 m, einem Rotorblattdurchmesser von 138,6 m und einer Gesamthöhe von 200,3 m sowie einer Leistung von 3,5 MW. Diese Anlage steht nordwestlich von Blomberg zwischen Riechenberg und Holstenhöfen.
  • Bei der WEA BM-53 handelt es sich um eine Anlage des Typs Enercon E-138 EP3 TES mit einer Nabenhöhe von 160,0 m, einem Rotorblattdurchmesser von 138,6 m und einer Gesamthöhe von 229,3 m sowie einer Leistung von ebenfalls 3,5 MW. Diese Anlage wird auf dem "Hohen Feld" nordwestlich von Blomberg stehen.

Beide Anlagen sollen im ersten Quartal 2019 in Betrieb genommen werden. Laut der Herstellerfirma Enercon handelt es sich bei der EP3-Baureihe um ein neuartiges Anlagenkonzept. Darüber hinaus bezeichnet der Namenszusatz TES (Trailing Edge Serrations) ein "Sägezahnprofil" an den Hinterkanten der Rotorenden, das die Geräuschentwicklung durch Luftverwirbelung deutlich reduzieren soll. Das TES-Prinzip ist hier näher beschrieben. Die Enercon-Anlagen sind ferner dafür bekannt, dass sie ohne ein Getriebe auskommen und somit die Anzahl der verbauten Teile gegenüber konventionellen Anlagen erheblich reduziert ist, was sich wiederum günstig für die Reparaturanfälligkeit und die Wartungskosten auswirkt.

Die kompletten Antragsunterlagen (knapp 160 MB) können beim Kreis Lippe heruntergeladen werden. Sie umfassen insbesondere folgende Unterlagen über die Umweltauswirkungen des Vorhabens: UVP-Bericht, Übersichtskarten und Pläne, Brandschutzkonzept, allgemeine Informationen über Umwelteinflüsse, Angaben zum Abfall, Angaben zu wassergefährdenden Stoffen, Sicherheitsdatenblätter, Schallimmissionsprognose, Schattenwurfprognose, Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP), artenschutzrechtliche Prüfung, Bodengutachten.

Außer im Netz können die kompletten Antragsunterlagen in schriftlicher Form beim Kreis Lippe und beim Bauamt der Stadt Blomberg eingesehen werden, und zwar vom 02.07. bis 02.08.18 einschließlich. Einwendungen gegen das Vorhaben können bis einschließlich 02.09.18 erhoben werden. Ein eventueller Erörterungstermin findet dann am 11.09.18 in der Schießhalle statt. Weitere Details sind der Bekanntmachung des Kreises zu entnehmen.


[Update 21.07.18] Die Bekanntmachung des Vorhabens erfolgte bisher nur schriftlich über das lippische Kreisblatt und mündlich im Blomberger Bauausschuss. Das ist nach unserem Verständnis unzureichend, da es an der Bevölkerungsmehrheit vorbeigeht. Auch wenn die Grünen klar für regenerative Energien sind, so muss den Einwohnerinnen und Einwohnern doch ausreichend Möglichkeit gegeben werden, sich über geplante Bauvorhaben zu informieren, um ihre demokratischen Beteiligungsrechte im Verfahren wahrnehmen zu können.

Sollte es zur Realisierung der Windkraftanlagen kommen, so wünschen wir uns, dass sich die Bürgerinnen und Bürger dabei finanziell an den beiden Anlagen beteiligen können, damit die Akzeptanz regenerativer Energien auf breiter Front gefördert wird.

13.07.18

Am ersten Tag seiner diesjährigen Sommerreise durch die Republik besuchte Grünen-Chef Robert Habeck das Hermannsdenkmal. Er wurde dort von Landesverbandsvorsteherin Anke Peithmann sowie den beiden Museumschefs Dr. Michael Zelle (Lippisches Landesmuseum Detmold) und Karl Banghard (Archäologisches Freilichtmuseum Oerlinghausen) freundlich begrüßt.

Auch die Blomberger Grünen hatten eine Abordnung geschickt: Ratsfrau Crista Hilgenstöhler ist ganz links auf dem Bild neben Anke Peithmann und Robert Habeck (3. von links) zu erkennen. Rechts neben Habeck steht Kreisgrünen-Chef Robin Wagener.

Thematisch geht es bei Habecks Rundreise um den Begriff "Heimat", der bekanntlich inzwischen schwer in Mode gekommen ist. Besonders die Konservativen versuchen den Begriff zu besetzen: Heimatminister Seehofer im Bund, Heimatministerin Scharrenbach in NRW.

Habeck möchte das Hermannsdenkmal in Lippe als Aufhänger nehmen, um sich dem Thema zu nähern. Als Sinnbild für die militaristische Grundhaltung des ausgehenden 19. Jahrhunderts erhebt Hermann der Cherusker sein Schwert nach Westen gegen den damaligen "Erzfeind" Frankreich – diese nationalistische Einstellung ist Habeck völlig fremd. Er sieht allerdings mit Sorge, dass sich nationalistische Entwicklungen im heutigen Europa wieder zunehmend breitmachen.

In lockerer Runde lädt Habeck (im Bild links) seine Gesprächspartner ein, sich zu ihm auf den Rasen in der Nähe der Bandelhütte zu setzen. Dazu gibt es Getränke und Kekse.

Dr. Michael Zelle vom Lippischen Landesmuseum gibt einen kurzen Überblick der Entwicklungs- und Rezeptionsgeschichte des Hermannsdenkmals. Karl Banghard vom Archäologischen Freilichtmuseum (rechts im Bild) nimmt den Ball auf und berichtet darüber, wie rechtsextreme Gruppierungen heutzutage versuchen, geschichtsträchtige, als "germanisch" angesehende Orte für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

So entwickelt sich in einem ungezwungenen Frage- und Antwortspiel ein Gespräch, an dem sich auch etliche Zuhörer aus der Runde beteiligen.
 

Zum Abschluss erhält Robert Habeck aus der Hand von Anke Peithmann dann noch einen kleinen, grün gefärbten Hermann als Geschenk – sozusagen ein kleiner Grüner für den großen Grünen.

Dann geht es für den Tross um Habeck weiter nach Bielefeld, wo man in der Ravensberger Spinnerei schon auf ihn wartet und der gebuchte Saal sich schnell als zu klein erweist, sodass man auf Habecks Vorschlag in den Park nach draußen ausweicht. Offenbar weiß der Mann zu improvisieren ...

07.07.18

Am 10.06.18 berichteten wir über einen besonders gravierenden Fall von Vandalismus im Schulzentrum in den Osterferien (s. Polizeimeldung). Im Schulausschuss wurde auf unsere Fragen hin versucht, diesen Fall herunterzuspielen und zu bagatellisieren. Wir haben darum im letzten BIG-Betriebsausschuss erneut "gebohrt" und um schriftliche Antworten zu folgenden Fragen mit dem Protokoll gebeten:

  • Wie viele Fälle von Vandalismus gab es im Schulzentrum seit 2014?
  • Welche Fälle waren das im Einzelnen?
  • Welche Kosten wurden dadurch insgesamt verursacht?
  • Wurden die Kosten durch die Versicherung abgedeckt?
  • Wurde in allen Fällen Anzeige erstattet?
  • Welche Konsequenzen wurden/werden aus den Vorfällen gezogen?
    • bauliche
    • organisatorische
  • Besondere Maßnahmen in gefährdeten Bereichen geplant (Chemieraum etc.)?

Unsere Sorge erwies sich als berechtigt, denn: In der jüngeren Vergangenheit gab es jetzt zwei weitere Fälle von Vandalismus im Bereich Schulzentrum. Der Polizeibericht Lippe meldete:

  • 18.06.18: Lichtkuppel auf der Sporthalle im Schulzentrum vorsätzlich beschädigt.
  • 29.06.18: Vandalen auf dem Schulgelände: mehrere Fensterscheiben, Beleuchtung, eine Antenne kaputt: geschätzter Gesamtschaden: ca. 3.000 EUR

Wir werden nicht lockerlassen, bis unsere Fragen zu unserer Zufriedenheit beantwortet sind ...

23.06.18

Den Besuch der NRW-Ministerin Ina Scharrenbach, zuständig für Heimat, Bauen und Gleichstellung, haben die Grünen für ein beziehungsreiches Geschenk genutzt. Beim Empfang im Rathaus am 20.06. übergab der Fraktionsvorsitzende Timo Broeker der Ministerin eine Streitschrift mit dem provokanten Titel "Verbietet das Bauen!".

In dem beigefügten Anschreiben der Grünen wird darauf verwiesen, dass es nicht ausreicht, Flächen für neuen Wohnraum bereitzustellen, wie vom Ministerium kürzlich in der Presse angekündigt wurde, sondern dass man sich verstärkt auch um die Leerstände und die sanierungsbedürftigen Immobilien in den Innenstädten kümmern muss. Anmerkung: Dazu gehören selbstverständlich auch die umliegenden Dörfer!

Zitat aus dem Schreiben:

    Wir möchten Sie an dieser Stelle aber darauf hinweisen, dass die Zielrichtung nicht ausschließlich Neubau sein darf. Es gibt – gerade auch in Städten von der Größe Blombergs – immer mehr Leerstand: leerstehende Wohnungen, leerstehende Ladenflächen, leerstehende Einzelhäuser, ganze leerstehende Häuserzeilen, darunter viele historische, z.T. unter Denkmalschutz stehende Häuser. Diese Leerstände müssen als renovierter, auch günstiger Wohnraum genutzt werden.

Wer mit offenen Augen durch Blombergs Innenstadt geht, wird diesen Eindruck bestätigen können. Im Weiteren heißt es in dem Schreiben:

    Die Stadt Blomberg hat bereits das Förderprogramm „Jung kauft Alt“ aufgelegt, Fördergelder für die Renovierung von Außenfassaden vergeben oder den Verkauf städtischer Immobilien an sanierungswillige Bauherren getätigt. Unseres Erachtens reichen diese Maßnahmen in Zukunft nicht aus. Bei genauer Beobachtung hat bereits eine Phase des Abrisses von historischer Bausubstanz begonnen, die unbedingt gestoppt werden muss.

    Von Ihrem Ministerium wünschen wir uns noch mehr Einsatz auf diesem Gebiet: Eine vorgeschriebene, systematische Erfassung des Leerstands, ein Verbot des Abrisses historischer Bauten, entsprechende Regelungen und Fördergelder für die Sanierung vorhandenen Wohnraums, um nur einige Punkte zu nennen.

Die Blomberger Grünen hoffen, dass die Ministerin sich die Zeit nimmt, aus dem Buch mit dem provokanten Titel einige Anregungen zu beziehen. In diesem Zusammenhang möchten wir ausdrücklich klarstellen, dass wir nicht generell gegen Neubaugebiete sind – das beweist ja schon unser Einsatz für das neue Baugebiet "Am Sonnenhang". Aber darüber darf man eben nicht die historische Bausubstanz vernachlässigen, die den Charakter unserer Innenstadt und Dörfer prägt und deren Anziehungskraft ausmacht.

     

10.06.18

Als im Dezember 2017 die Tür zum Chemie-Vorbereitungsraum im Fachklassentrakt des Schulzentrums aufgebrochen wurde, hätte man schon gewarnt sein müssen.

Nur wenige Monate später drangen Vandalen während der Osterferien in den Chemie-Vorbereitungsraum ein – mutmaßlich durch ein Schiebefenster – und richteten dort ein wahres Chaos an. Flaschen mit diversen chemischen Substanzen wurden aus den Regalen gekippt und auf dem Boden zerdeppert, Flüssigkeiten wurden ausgeleert. Im Flur wurde darüber hinaus der Inhalt eines Feuerlöschers versprüht.

 

 

Das hätte im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich werden können, meinen die Grünen, denn wenn – an sich harmlose – ausgelaufene chemische Substanzen auf dem Fußboden miteinander reagieren, können unter Umständen aggressive Stoffe entstehen, die unvorhersehbare Schäden anrichten können, die z.B. den Fußbodenbelag zerfressen oder einen Brand verursachen.

Man mag sich gar nicht vorstellen, welche Folgen ein Brand in diesem hochsensiblen Bereich haben könnte. Es kann nicht im Sinne der Stadt Blomberg als Schulträger sein, wenn städtisches Eigentum in Gefahr gebracht wird. Wir haben daher in der letzten Schulausschusssitzung folgende Fragen gestellt:

  • Wie viele Fälle von Vandalismus hat es im Schulzentrum seit 2014 gegeben?
  • Welche Kosten wurden insgesamt verursacht?
  • Welche Fälle waren das im Einzelnen?
  • Welche Konsequenzen wurden/werden daraus gezogen?
  • Besondere Maßnahmen in gefährdeten Bereichen geplant (Chemieraum etc.)?

Zufriedenstellende Antworten waren in der Sitzung nicht zu erhalten; es wurde versucht, die Vorfälle herunterzuspielen und zu bagatellisieren. Wir werden in dieser Sache aber nicht lockerlassen.

26.05.18

Im Zusammenhang mit der bereits vor Längerem erfolgten Umgestaltung von Pideritplatz und Schweigegarten gab es noch eine Kleinigkeit nachzuliefern: Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde vor einer Woche am Eingang zum Schweigegarten das sogenannte "Stadtrelief" offiziell eingeweiht.

Es handelt sich dabei um die bronzene Nachbildung der Blomberger Altstadt innerhalb der Grenzen der (ehemaligen) Stadtmauer. Gezeigt wird der heutige Zustand. Die wichtigsten Straßen und Plätze sind namentlich gekennzeichnet. Blinde können die Namen in Braille ertasten.

Das Stadtrelief wurde von einem Spezialbetrieb für Architekturmodelle aus Zschorlau (Erzgebirge) im Maßstab 1:500 gefertigt. Die Gesamtkosten betragen 21.000 EUR, die sowohl durch Landesförderung als auch durch eine Privatspende von Klaus Eisert aufgebracht wurden. Zur Erinnerung: Eisert hatte vor einigen Jahren bereits die große Bronzeskulptur auf dem Kreisel an der B 1 gespendet.

Übrigens: Im Gegensatz zu der heißdiskutierten Videowand im Vattipark verbraucht dieses Modell keinen Strom, hat also keine Folgekosten – außer vielleicht Reparaturkosten im Falle von Vandalismus ;-)

15.05.18

Leider nur für ein wenige Stunden war ein Muster der vieldiskutierten Videowand am heutigen Dienstag vor den Toren der Stadt im Vattipark zu besichtigen. Eine Spezialfirma aus dem Saarland hatte seit den frühen Morgenstunden ein Anschauungsexemplar aufgebaut und mit passenden Testbildern beschickt. Wir waren gegen Mittag da, haben uns einen ersten Eindruck verschafft und mit den anwesenden Technikern gesprochen.

Was uns auffiel:

  • Im Vergleich zu den vom Bauhof in den letzten Monaten zeitweise aufgebauten provisorischen Holzrahmen stand die Muster-Videowand deutlich näher an der Straße.
  • Die Auflösung des Displays wirkt auch aus größerer Entfernung ziemlich "pixelig" – die angezeigten Fotos waren alllerdings noch zu erkennen.
  • Kontrast und Helligkeit sind bei voller Sonneneinstrahlung eher bescheiden.
  • Die optische Wirkung bei Dunkelheit konnte naturgemäß durch die eingeschränkte Besichtigungszeit nicht beurteilt werden.

Auch die Folgekosten sind bei einer solchen Anlage ins Kalkül zu ziehen. Der Stromverbrauch der Anlage beträgt bei diesen Ausmaßen zwischen 400 W (bei Dunkelheit) bis zu 15.000 W (tagsüber bei voller Sonneneinstrahlung). Helligkeit und Kontrast werden automatisch entsprechend der Umgebungshelligkeit geregelt, lassen sich aber nach oben hin begrenzen. Weitere technische Details sind dem Datenblatt der Anlage zu entnehmen.

Das öffentliche Interesse an der Videowand hielt sich in Grenzen. Nach Auskunft der Betreiber hätten sich bis Mittag erst ca. 4-5 Personen vor Ort gezeigt. Mit Sicherheit haben nicht alle 16 Mitglieder des Bauausschusses aus beruflichen oder sonstigen Gründen die Möglichkeit gehabt, sich die Anlage anzusehen, entscheiden also quasi "blind" über eine Investition von ~60.000 EUR und mehr – und da sind die Folgekosten noch gar nicht berücksichtigt. Übrigens: Die Kosten für den heutigen Testaufbau betrugen "mal eben" 2.400 EUR.

Der Ausschuss für Bauen und Umwelt wird sich mit den weiteren Planungen zum Vattipark – darunter auch mit der Videowand – am kommenden Donnerstag, 17.05. ab 19.30 Uhr beschäftigen (hier die Tagesordnung).

08.05.18

Nach der Mandatsniederlegung des langjährigen Fraktionsvorsitzenden Hans-Ulrich Arnecke (wir berichteten) ist Crista Hilgenstöhler (s. Foto rechts) nun nachgerückt und seit letzter Woche neues Ratsmitglied bei den Blomberger Grünen. Die Aufgaben von Uli Arnecke übernehmen Heike Niedermeier und Timo Broeker gemeinsam, die beide erst seit der letzten Wahl in der Kommunalpolitik aktiv sind. Heike Niedermeier bleibt stellvertretende Fraktionssprecherin und Timo Broeker rückt als Fraktionssprecher nach.

Die komplette Grünen-Fraktion nach den Umbesetzungen findet sich hier. Die aktualisierten Besetzungen im Rat und in den Ausschüssen können an dieser Stelle eingesehen werden. Mit einer guten Mischung aus neuen und erfahrenen Mitgliedern sind die Blomberger Grünen gut aufgestellt.

Die grüne Fraktion freut sich nach dem Ende der Koalition auf die kommenden Aufgaben und wird weiterhin konstruktiv und kritisch ein Augenmerk auf das Wohl der Stadt und ihrer Ortsteile haben. Dazu laden die Grünen an dieser Stelle ausdrücklich interessierte Bürger zur Mitarbeit ein, um die Demokratie in Blomberg weiter zu beleben.


Die Grünen bedauern außerordentlich, dass die SPD die verdiente Verabschiedung von Uli Arnecke im Rat dazu benutzt hat, mit wilden Spekulationen politische Stimmung gegen den ehemaligen Koalitionspartner zu machen. Des Weiteren ist es nach unseren bisherigen Erfahrungen noch nie vorgekommen, dass die von einer Fraktion beantragten personellen Umbesetzungen in den Ausschüssen seitens der anderen Fraktionen – in diesem Fall von SPD und FBvB – mit Enthaltung quittiert und mit aus der Luft gegriffenen Behauptungen begründet wurden. Das ist ganz schlechter Stil und grenzt an üble Nachrede.

02.05.18

Kaum gingen diesen Mittwoch um 10 Uhr morgens die Sirenen zur Probe, da steht am darauf folgenden Samstag (05.05.) um 12 Uhr schon wieder der nächste Probealarm ins Haus. Insgesamt 16 Mal pro Jahr ertönen hierzulande die Sirenen – einmal pro Monat Feuerwehralarm und einmal pro Quartal Katastrophenschutzalarm – macht insgesamt 16 Probealarme im Jahr! Wer blickt da eigentlich noch durch, für welchen Zweck zu welchem Zeitpunkt geprobt wird? Und wer würde bei einem echten Alarm überhaupt noch auf die Signale achten?

Hier ein kurzer Überblick über die verschiedenen Arten von Probealarmen:

  1. Feuerwehralarm: (Signal betrifft im Ernstfall nur die Feuerwehrleute!)
    • am 1. Samstag im Monat, also im Januar, Februar, März ... Dezember:
      • 12.00 Uhr: eine Minute Dauerton, zweimal unterbrochen
         
  2. Katastrophenschutzalarm: (Signal betrifft im Ernstfall die gesamte Bevölkerung!)
    • am 1. Mittwoch im 2. Monat eines Quartals, also immer im Februar, Mai, August, November:
      • 10.00 Uhr: eine Minute Dauerton "Entwarnung"
      • 10.05 Uhr: eine Minute Heulton "Warnung"
      • 10.10 Uhr: eine Minute Dauerton "Entwarnung"

Sollten Sie diese Sirenensignale an anderen Wochentagen und zu anderen Tageszeiten hören als oben angegeben, dann liegt ein Ernstfall vor! Für den Katastrophenfall (eine Minute Heulton) finden Sie konkrete Verhaltensmaßregeln auf http://www.lippeschutz.de/bevoelkerungsschutz/vorbeugung/sirene-und-katwarn/.

Damit man den akustischen Alarm im Ernstfall nicht verpasst, kann man sich zusätzlich über SMS, Email oder eine App per KATWARN informieren lassen. Wie man sich dafür registrieren kann, steht auf http://www.lippeschutz.de/aktuelles/katwarn/.

28.04.18

Der Arbeitskreis Atomausstieg, unterstützt durch die Blomberger Grünen, hatten Meinolf Haase, Leiter Bevölkerungsschutz im Kreis Lippe, zu einem Vortrag mit dem Thema "Gefahrenabwehrplanung bei einem kerntechnischen Unfall" eingeladen. Die Flüggesche Scheune war an diesem Abend mit knapp 50 Interessenten gut gefüllt und erwies sich einmal mehr als attraktiver Veranstaltungsort.

In einen kurzen Einführung in das Thema durch Dr. Heinrich Horstmann, Mitglied im AK Atomausstieg, übernahm anschließend Meinolf Haase als oberster Katastrophenschützer die Regie. Während seiner engagiert vorgetragenen Ausführungen entwickelte sich im Laufe des Abends – zusammen mit den zahlreichen Zwischenfragen der Zuhörer – ein intensiver Dialog.

Es zeigte sich, dass bei den Bürgerinnen und Bürgern in Bezug auf die Abläufe bei einem Atomunfall noch sehr viel Unklarheit herrscht. Beispiele: Einnahme von Jod-Tabletten, Bedeutung von Sirenensignalen, Alarmierung auf dem Handy durch Apps wie KATWARN oder NINA. Vieles davon ist auf www.lippeschutz.de erklärt.

Herr Haase wies in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass seitens der Bevölkerung auch eine Informations-"Holschuld" in Bezug auf Katastrophenschutz besteht. Im Klartext: Die Behörden können nicht alles regeln; es bleibt für die Bürgerinnen und Bürger immer noch die Verpflichtung, sich selber zu informieren und die nötigen Vorsorgemaßnahmen zu treffen.

Fazit: Viele der Zuhörerfragen konnte Meinolf Haase zwar beantworten, allerdings blieb nach zwei Stunden zum Schluss bei etlichen Zuhörern doch ein gehöriges Maß an Skepsis zurück, ob im Ernstfall wirklich alles so ablaufen würde wie von den Behörden geplant. Darüber hinaus mussten an diesem Abend viele ungestellte Fragen angesichts der fortgeschrittenen Stunde noch offen bleiben.


Präsentation von Meinolf Haase zum Thema "Gefahrenabwehrplanung bei einem kerntechnischen Unfall".

18.04.18

Das AKW Grohnde ist von Blomberg gerade einmal 25 km Luftlinie entfernt, der östliche Ortsteil Eschenbruch sogar nur 17 km. Wer hat schon einmal darüber nachgedacht, welche Vorkehrungen bei einem atomaren Störfall oder Unfall getroffen werden müssen – oder wie man sich selber in einem solchen Fall zu verhalten hat?

Erst im Februar dieses Jahres gab es wieder einen "Renegade-Luftalarm". Abfangjäger des Bundeswehr stiegen auf, weil ein nicht identifizierbares Verkehrsflugzeug in den deutschen Luftraum eingedrungen war und zu einer potenziellen Bedrohung unserer AKW hätte werden können. In diesem Fall ging es noch einmal gut aus – was aber, wenn eine große Verkehrsmaschine wie der Airbus A380 in terroristischer Absicht entführt wird und auf das Reaktorgebäude abstürzt?

Es gibt zwar Katastrophenschutzpläne, aber was können diese im Ernstfall bewirken, wenn alles drunter und drüber geht und alle Straßen mit Fahrzeugen verstopft sind?

Um diese und weitere Fragen zu klären, lädt der Blomberger "Arbeitskreis Atomausstieg" – mit Unterstützung der Blomberger Grünen – unter dem Titel "Wird schon nichts passieren ... aber wenn doch?" zu einer Infoveranstaltung zum Katastrophenschutz ein.

Als Referenten konnten wir Herrn Meinolf Haase gewinnen, Leiter Bevölkerungsschutz im Kreis Lippe und als solcher zuständig für alle Maßnahmen, die nach einem "kerntechnischen Unfall" im AKW Grohnde getroffen werden müssen.

Die Veranstaltung findet statt:

  • am Donnerstag, dem 26.04.18 (Tschernobyl-Jahrestag!)
  • um 19.30 Uhr
  • in der Flüggeschen Scheune, Friedrichstr. 8, 32825 Blomberg

Für Fragen und Diskussionen besteht während und nach dem Vortrag ausreichend Gelegenheit.

14.04.18

Hans-Ulrich Arnecke, der langjährige Fraktionssprecher der Blomberger Grünen, hat mit Datum vom 12.04. in einer Pressemitteilung bekanntgegeben, dass er zum Ende April sein Ratsmandat niederlegt.

Die Mandatsverzichtserklärung unseres langjährigen Fraktionssprechers kam für die grüne Ratsfraktion nicht überraschend. Vor allem in den letzten beiden Jahren hatten grundlegende Meinungsverschiedenheiten zwischen Herrn Arnecke und der Fraktionsmehrheit zu Spannungen geführt und damit die Fraktionsarbeit zunehmend belastet. Insofern war es nur folgerichtig, dass Herr Arnecke jetzt auf sein Ratsmandat verzichtete.

Für diesen Fall hatte die grüne Ratsfraktion in den letzten Wochen bereits Vorkehrungen getroffen und die Mandatsverteilung sowie die Ausschussbesetzungen neu geregelt. Ein entsprechender Antrag wird dem Bürgermeister in den nächsten Tagen zugeleitet und wird in der nächsten Ratssitzung Anfang Mai verabschiedet. Die Arbeit der grünen Fraktion kann damit ohne Unterbrechung fortgeführt werden.


Hans-Ulrich Arnecke ist ein Grüner der ersten Stunde. Hatte er doch bereits in den achtziger Jahren im Kreis Minden-Lübbecke eine grüne Fraktion gegründet und als deren Sprecher fungiert. Nach dem beruflich bedingten Umzug nach Blomberg war er dann Mitte der neunziger Jahren in die grüne Ratsfraktion in Blomberg eingetreten, wo er ab 1999 als Fraktionssprecher wirkte. Angesichts der langjährigen Zusammenarbeit bedauert die grüne Ratsfraktion ausdrücklich das Ausscheiden von Herrn Arnecke, dankt ihm für die in all den Jahren geleistete Arbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

05.04.18

Vor einiger Zeit führte die Stadt Blomberg ein Schadenmeldesystem ein, das über die städt. Homepage erreicht werden kann. Einwohnerinnen und Einwohner können hier Hinweise auf Schäden an städtischen Straßen oder Gebäuden, illegale Müllablagerungen etc. eingeben. Das System stellt ein Bildschirmformular zur Verfügung, bei dem das jeweils Zutreffende angekreuzt und der Ort des Schadens sowie der Schadenmelder namentlich angegeben werden kann. Außerdem können Fotos von dem Schadenobjekt hochgeladen werden.

Wir haben das System schon einige Male genutzt, um den einen oder anderen Schaden an die Stadtverwaltung zu melden. Unser Fazit seit etwas mehr als einem Jahr:

  • Grundsätzlich funktioniert das Schadenmeldesystem befriedigend; es gibt allerdings noch einigen Verbesserungsbedarf.
  • Nachdem man als Melder zunächst keine Eingangsbestätigung per Mail erhielt, wurde das inzwischen nachgebessert.
  • In manchen Fällen dauert es deutlich zu lange, bis der Schaden behoben wird. Beispiele:
    • Ein Schaden an der Außenfassade des Hallenbads wurde im Dezember 2017 gemeldet, aber erst Ende März 2018 behoben. Hier hätten durch Witterungseinflüsse und/oder Schädlingsbefall bereits Folgeschäden entstehen können!
    • Ein kaputter Pflanzkübel stand seit dem Charles-Dickens-Festival hinterm Rathaus und blockierte die dortige Anzeigetafel. Er wurde erst nach nochmaliger Erinnerung im Februar entfernt.
  • Mancher Schaden wird nur unvollständig repariert. Beispiel: Eine lose herunterhängende Leuchte am Kulturhaus-Parkplatz wurde zwar wieder befestigt, flackerte aber danach nur noch schwach vor sich hin.
  • Mancher Schaden wurde bis heute nicht behoben. So meldeten wir eine defekte Sitzbank am Weinberg in Höhe des Kulturhauses "Alte Meierei" bereits im Juli 2017. Bis heute hat sich dort jedoch nichts getan!
  • Ein grundlegendes Manko des Schadenmeldesystems ist, dass der jeweilige Melder nicht informiert wird, wenn der Schaden behoben ist.

Es wäre wünschenswert, wenn diese Unzulänglichkeiten behoben werden könnten. Des Weiteren regen wir an, dass auch Blomberg – wie viele andere Städte auch – eine App für die Schadenmeldung einführt. So könnten Schäden gleich vor Ort mit exakter Standort-Angabe über das GPS und mit Foto an die Stadtverwaltung gemeldet werden.

Last, but not least sollte die Stadt das Schadenmeldesystem in der Bevölkerung bekannter machen als das bisher der Fall ist. Schließlich geht es ja darum, das Erscheinungsbild von Blomberg attraktiv zu halten ...

26.03.18

Die CDU-Fraktion hatte nach dem Kahlschlag im Vattipark den Antrag gestellt, bei der Neugestaltung des Vattiparks folgenden Bewuchs und Möglichkeiten zu berücksichtigen:  1. Bäume 2. Sträucher ... (wir berichteten und hatten das in der Folge bereits eingehend kommentiert). Diese realsatirische Formulierung hatte letztlich auch dazu geführt, dass das NDR-Satireformat Extra3 sich damit näher beschäftigte (Link).

Dem Ausschuss für Bauen und Umwelt war diese Formulierung in seiner letzten Sitzung am 7. März offenbar so peinlich, dass der CDU-Antrag folgendermaßen bis zur Unkenntlichkeit kastriert und beschlossen wurde:

    "Die Neugestaltung des Vattiparks soll unter Einbeziehung der ansässigen Naturschutzvereine/-verbünde vorgenommen werden; die Neugestaltung soll wertig erfolgen."

Na toll – Bäume und Sträucher raus, dafür eine "wertige" Neugestaltung rein, was immer das auch heißen mag. Das ist so wischiwaschi und nichtssagend formuliert, dass alle Fraktionen diesem Beschlussvorschlag zustimmen konnten, ja mussten, denn wer wollte schon gegen eine wertige Neugestaltung sein?

Das Dumme ist nur, dass uns dieser Trivialbeschluss bei der Frage der Neugestaltung inhaltlich keinen Millimeter weiterbringt. Dagegen wird immer deutlicher, dass die GroKo-Strategen von SPD und CDU in Januar unisono für den Kahlschlag gestimmt haben, ohne auch nur die leiseste Ahnung zu haben, wie es danach mit dem Vattipark weitergehen sollte ...

Fortsetzung folgt in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt am 19. April.

24.03.18

Genauso wie im letzten Jahr machen die Blomberger Grünen auch 2018 bei der "Earth Hour"-Aktion mit, die vor 10 Jahren von der Umweltorganisation WWF (World Wildlife Fund) ins Leben gerufen wurde. Diese Aktion soll ein symbolisches Zeichen für den Klimaschutz setzen und als Anregung dazu dienen, über das Einsparen von Lichtstrom hinaus auch auf anderen Gebieten den Energieverbrauch zu drosseln, um den Treibhauseffekt mit seinen Auswirkungen auf die Natur so weit wie möglich einzudämmen. Auch Privatleute können an dieser Aktion teilnehmen, genauso wie Organisationen und Institutionen.

Die Städte als Teilnehmer der "Earth Hour" verpflichten sich, an einem bestimmten Tag im Jahr die Beleuchtung stadtprägender Gebäude eine Stunde lang auszuschalten. Weltweit nehmen inzwischen mehrere tausend Städte an der Aktion teil. In diesem Jahr findet die "Earth Hour" am Samstag, dem 24.03. von 20.30 Uhr bis 21.30 Uhr statt. Auch die Stadt Blomberg nimmt teil, indem die Rathausbeleuchtung um 20.30 Uhr ausgeschaltet wird.

Die Blomberger Grünen haben sich seit dem letzten Jahr 2017 entschlossen, ab sofort jedes Jahr an dieser Aktion teilzunehmen. Die Schaufensterbeleuchtung des Grünen-Büros sowie des Weltladens an der Neuen Torstr. 25 wird darum am Samstag, dem 24. März, ab 20.30 Uhr ausgeschaltet sein. Hinweise dazu:

  • Die Grünen verfügen als einzige Fraktion im Blomberger Rat über ein eigenes Büro. Miete und Nebenkosten werden hauptsächlich über die monatlichen Aufwandsentschädigungen der 3 Ratsmitglieder finanziert. Ein Teil der Fläche ist an den Weltladen "Amahoro" untervermietet, der jeweils freitags von 9.30 Uhr bis 17 Uhr Produkte aus fairem Handel anbietet.
  • Zu dieser Jahreszeit brennt das Licht im Schaufenster normalerweise von 18 Uhr bis 22 Uhr; die Steuerung erfolgt automatisch über eine Schaltuhr. Der Einschaltzeitpunkt wird monatlich an die jahreszeitlichen Lichtverhältnisse angepasst, um so wenig Strom wie möglich zu verbrauchen. Wir beziehen außerdem schon seit vielen Jahren zertifizierten Ökostrom von Greenpeace Energy

Nähere Informationen zur "Earth Hour" findet man auf der Website des WWF.

21.03.18

Bereits im September 2016 hatten die Grünen eine zentral in der Innenstadt gelegene E-Tankstelle beantragt (wir berichteten). Aber was lange währt, wird endlich gut: Anderthalb Jahre später konnte jetzt endlich die E-Ladesäule am Kulturhaus "Alte Meierei" in Betrieb genommen werden. Sie verfügt über 2 Stellplätze, an denen parallel geladen werden kann – vergleichbar mit der "alten" Ladesäule auf dem Schützenplatz.

Die Grünen hatten damals in weiser Voraussicht beantragt, dass es auch eine Schnelllademöglichkeit geben sollte, um die Ladevorgänge zu verkürzen. Somit verfügt die Ladesäule über 3 verschiedene Anschlussmöglichkeiten (Fachausdruck: "triple charger", d.h. Dreifachlader):

  1. CHAdeMO: Schnellladen mit bis zu 50 kW Gleichstrom. Über diesen Ladestandard verfügen hauptsächlich japanische Fahrzeuge wie von Nissan oder Mitsubishi.
  2. CCS (Combined Charging System): Mit diesem in Europa entwickelten Standard kann sowohl mit Gleich- als auch mit Wechselstrom mit bis zu 50 kW (schnell-)geladen werden. Die CCS-Ladestecker werden übrigens von der Fa. Phoenix Contact gebaut und wurden auch von ihr mit entwickelt.
  3. Typ 2: "Langsames Laden" mit bis zu 22 kW Wechselstrom. Diese Ladeart ist hierzulande bei den E-Fahrzeugen noch am meisten verbreitet.

Übrigens: Der "triple charger" am Kulturhaus "Alte Meierei" ist nach Auskunft von Ursin Wieneke, Fachmann für E-Mobilität, der einzige seiner Art in ganz Lippe – Blomberg nimmt damit eine Vorreiterfunktion ein!

Schon am ersten richtigen Betriebstag fanden sich mehrere E-Auto-Besitzer am Kulturhaus ein, um die neue Ladesäule auszutesten, u.a. ein Tesla und 2 Renault Zoé. Außerdem ergaben sich manche Fachgespräche, bei denen Infos zu weiteren Ladestellen in der Umgebung, speziellen Internetseiten und diversen Lade-Apps ausgetauscht wurden.

Wermutstropfen:

  • Der Typ2-Anschluss ganz rechts verfügt über kein fest an der Ladesäule angeflanschtes Kabel, sondern nur über eine Steckdose. Das passende Typ2-Kabel muss daher jeder Kunde selber mitbringen.
  • Die Bedienungsanleitung seitlich an der Ladesäule ist a) viel zu tief angebracht und b) sprachlich wegen der unkonventionellen Rechtschreibung eher eine Lachnummer.

19.03.18

Ein Team der "extra 3" Redaktion des NDR war Anfang der Woche nach Blomberg gekommen, um vor Ort im "Plattipark" zu drehen. Bei Sonnenschein, eisigen Temperaturen und schneidendem Wind hatten sich mehr als 50 Bürgerinnen und Bürgern aller Altersklassen gegen 11 Uhr am Hang oberhalb der B1 eingefunden, um den Fernsehleuten sowie den vollzählig erschienenen lokalen Medienvertretern Rede und Antwort zu stehen.

Anlass für den Medienbesuch aus dem hohen Norden war der im Januar vom Ausschuss für Bauen und Umwelt mehrheitlich veranlasste Schildbürgerstreich, erst nahezu den gesamten Baumbestand des Vattiparks plattzumachen und in der Folge zu beantragen (CDU-Fraktion), auf derselben Fläche wiederum Bäume und Sträucher zu pflanzen – ohne freilich die geringste Ahnung zu haben, wie die Gestaltung der Fläche dann aussehen könnte (wir berichteten mehrfach). Das war den Satirespezialisten der NDR "extra 3" Redaktion die lange Reise von Hamburg nach Blomberg wert. Aber auch die Lokalpresse ließ es sich nicht nehmen, über dieses für Blomberg bisher einmalige Event zu berichten und bei dieser Gelegenheit mit den Kolleginnen und Kollegen vom NDR Kontakt aufzunehmen.

Wer weiß, vielleicht wird Blomberg ja mit seine deutschlandweit bekannt – ähnlich wie Bad Salzuflen mit seinem "Geysir" in der Fußgängerzone ... in diesem Fall hat es sich auf den Tourismus dem Vernehmen nach sogar positiv ausgewirkt.

15.03.18

Nicht ganz neue Vorschläge waren neulich in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt zu vernehmen. Die CDU möchte eine Neugestaltung mit Vattiparks mit "Aufenthaltsqualität" – man höre und staune: der Vattipark als Naherholungsgebiet! Da sind wir wieder bei den Liegewiesen und Terrassen, die das Planungsbüro bereits im letzten Jahr in seiner Entwurfsplanung präsentiert hatte.

Ob wohl auch nur einer dieser Strategen in der Vergangenheit mal versucht hat, eine einzige Stunde im Vattipark bei Lärm und Gestank direkt neben der B1 zu verbringen? Dann müsste ihm eigentlich aufgefallen sein, dass der Vattipark (bzw. das, was von ihm übriggeblieben ist) in etwa soviel "Aufenthaltsqualität" hat wie ein Autobahnrastplatz. Da helfen auch keine Blümchen und Insektenhotels, wie die CDU sie in ihrem Antrag treuherzig vorschlägt (wir berichteten). Und ja, Sträucher und Bäume möchte sie übrigens auch noch und – der NABU soll nochmals um Rat gefragt werden, obwohl dieser bereits unmissverständlich erklärt hatte, nach dem Kahlschlag nicht mehr mit Rat und Tat zur Verfügung zu stehen (wir berichteten).

Für diese Auflistung von Trivialitäten hätte es wahrlich keines Antrages bedurft, liebe CDU! Da wäre auch klein Fritzchen noch draufgekommen. Trotzdem bekamen die Christlich-Demokratischen Umweltspezialisten für diese intellektuelle "Meisterleistung" auch noch Beifall von SPD und FDP. Die SPD schielt offenbar heftig nach rechts – die Mehrheit im Rat hat sie ja jetzt nach dem Abgang der Grünen nicht mehr, da sind neue Bundesgenossen immer willkommen – GroKo lässt grüßen.

11.03.18

Am Sonntag, dem 11. März jährt sich zum 7. Mal die Reaktorkatastrophe von Fukushima. In Europa und damit auch in Deutschland ist dieses Ereignis allerdings weitgehend in Vergessenheit geraten. Der Blomberger "Arbeitskreis Atomausstieg" erinnerte darum an diesen Tag – zusammen mit Grünen-Mitgliedern aus Blomberg und Lemgo.

Im Rahmen der konzertierten Aktion des "europäischen Brückentages" wurden entlang der Ostwestfalenstraße auf vier verschiedenen Brücken für ca. 1,5 Stunden abwechselnd in beiden Fahrtrichtungen Anti-Atom-Banner gezeigt. Damit sollten die Autofahrer daran erinnert werden, was sich vor 7 Jahren im AKW Fukushima Daiichi abgespielt hat.


Die Fukushima-Katastrophe geht unvermindert weiter. Anfang März legte Greenpeace Ergebnisse eigener Messungen vor und warnte vor der Rückkehr der Evakuierten in die nach wie vor belasteten Gebiete. Die Ärztevereinigung IPPNW weist auf die Zunahme von Schilddrüsenkrebs hin. Und überall in der Region stehen die Plastiksäcke mit abgetragenem Boden. Damit wollte die Regierung Dekontamination vorführen, jetzt hat sie Schwierigkeiten, Plätze für die Zwischenlagerung zu finden. So stehen die Säcke weiterhin mahnend im Land. (Hintergrundinformationen).

Auch wir in Blomberg sollten uns nicht in Sicherheit wiegen, denn das AKW Grohnde ist von der Kernstadt nur 25 Kilometer entfernt, der östliche Ortsteil Eschenbruch sogar nur 17 Kilometer. Sollte es in Grohnde einen atomaren Zwischenfall geben, so wären die 15.000 Einwohner der Stadt sehr schnell betroffen. Je nach Windrichtung wäre die radioaktive Wolke so schnell über der Stadt, dass eine Alarmierung der Einwohner nicht mehr rechtzeitig erfolgen könnte.

06.03.18

Vom Bürgermeister wird immer wieder darauf hingewiesen, dass die Bürger ja hinreichend Gelegenheit gehabt hätten, sich an der Planung bei den Stadteingängen zu beteiligen. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, diese Behauptung zu untersuchen und listen die Ereignisse in chronologischer Reihenfolge auf. Zur Erinnerung: Die Bürgerversammlung zu den Stadteingängen fand am 6. September 2017 statt.

Vattipark - Chronologie der Ereignisse

Datum

Aktivität

10.07.17

blomberg-lippe.net: Ankündigung Bürgerversammlung Stadteingänge am 06.09.17

10.07.17

blomberg-voices.de: Ankündigung Bürgerversammlung Stadteingänge am 06.09.17

10.07.17

blomberger-anzeiger.de: Ankündigung Bürgerversammlung Stadteingänge am 06.09.17

-->

. zweimonatige Pause ...

06.09.17

blomberg-voices.de: Ankündigung Bürgerversammlung Stadteingänge am selben Tag

06.09.17

blomberger-anzeiger: Ankündigung Bürgerversammlung Stadteingänge am selben Tag

06.09.17

LZ-Terminleiste: Hinweis auf Bürgerversammlung Stadteingänge am selben Tag

-->

blomberg-lippe.net: keine Ankündigung der Bürgerversammlung!

-->

Städt. Aushänge: keine Ankündigung der Bürgerversammlung!

08.09.17

LZ-Artikel: „Stadteingänge sollen eine Visitenkarte sein“ (Text siehe Folgezeile)

08.09.17

blomberger-anzeiger.de: „Stadteingänge: Ideenentwürfe präsentiert

-->

blomberg-lippe.net: kein Bericht (Protokoll) über die Bürgerversammlung!

An dieser Auflistung kann man sehr gut erkennen:

  • Die Stadt hat die Veranstaltung zwar schon im Juli (sehr!) frühzeitig angekündigt, aber nicht jeder ist so gut organisiert und notiert sich Termine gleich im Kalender. Viele nehmen solche langfristigen Ankündigungen erst mal nur zur Kenntnis, zumal die Sommerferien kurz bevorstanden.
  • Die zweite Ankündigung kam dann nicht etwa ein paar Tage oder eine Woche vorher, sondern direkt am Tag der Bürgerversammlung am 06.09. Berufstätige lesen die Zeitung aber oft erst abends nach der Arbeit – für diese Zielgruppe war es dann schon zu spät. Andere mögen sich in der Zwischenzeit bereits andere Abendtermine vorgenommen haben. Dass es zu diesem Zeitpunkt weder auf der städt. Homepage noch bei den städt. Aushängen eine Ankündigung der Veranstaltung gab, tat ein Übriges dazu.
  • Dieses organisatorische Versäumnis der Stadt hatte zur Folge, dass sich am 6. September nur sehr wenige Bürgerinnen und Bürger ins Kulturhaus "Alte Meierei" verirrten. Zudem waren viele der Anwesenden in Ausübung ihres Amtes da, z.B. Vertreter der Parteien, Blomberg Marketing, Presse etc. Von "Otto Normalverbraucher" war jedoch kaum etwas zu sehen.
  • Leider kam es nach der Veranstaltung noch schlimmer: Im Gegensatz zu den früheren Bürgerversammlungen, wo es um die Plätze ging, wurde dieses Mal kein Protokoll auf der städt. Homepage veröffentlicht.

Fazit: Echte Bürgerbeteiligung sieht anders aus. Kein Wunder also, dass viele damals gar nicht mitbekommen haben, was in Sachen Vattipark auf sie zukam ... fragen Sie mal die Anlieger an der Weinberggasse!

28.02.18

Was steckt hinter der kürzlich in der Presse bekanntgewordenen Weigerung des NABU, sich an der Neugestaltung des Vattiparks zu beteiligen? Versuch einer Rekonstruktion der Ereignisse:

24.01.18

Der Ausschuss für Bauen und Umwelt tagt: In der Einwohnerfragestunde stellt die NABU-Vorsitzende kritische Fragen zur geplanten Sichtachse und den dazu geplanten Fällmaßnahmen.

Wenige Minuten später fasst der Ausschuss mit den Stimmen von SPD und CDU den unheilvollen Beschluss, nicht nur eine Sichtachse, sondern den kompletten Bewuchs im Vattipark unterhalb der Allee "Zum Niederntor" abzunieten – Fassungslosigkeit bei den zahlreichen Zuschauern.

25.01.18

Bürgermeister regt beim NABU telefonisch an, sich an der Planung zur Gestaltung des Vattiparks zu beteiligen.

29.01.18

Daraufhin führen NABU-Vertreter zusammen mit dem Leiter der Biologischen Station Schieder, Matthias Füller, eine Begehung im Vattipark durch.

01.02.18

Die Ergebnisse dieser Begehung werden von NABU-Vertretern vor Ort mit Hrn. Bischoff, dem Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt, besprochen.

06.02.18

In einem Schreiben des NABU werden dem Bürgermeister die Schlussfolgerungen aus der Begehung mitgeteilt und es werden konkrete Handlungsempfehlungen gegeben.

Zu diesem Zeitpunkt hätte der Bürgermeister noch die geplanten Baumfällungen stoppen lassen können, wenn er denn gewollt hätte.

08.02.18

Das Antwortschreiben des Bürgermeisters trifft beim NABU ein – leider zu spät, denn die Kahlschlagmaßnahmen im Vattipark hatten an diesem Tag bereits begonnen.

09.02.18

Die Säge hat ihr Werk getan: Der Vattipark, den unsere Vorfahren vor über 100 Jahren angelegt hatten, existiert nicht mehr.

20.02.18

In einem Schreiben an den Bürgermeister (Hervorhebungen von uns) lehnt es der NABU ab, sich an der ökologischen Neugestaltung des Vattiparks zu beteiligen. Angeführte Gründe:

  • Mit dem Kahlschlag wurden Fakten geschaffen, ohne die Vorschläge des NABU vom 06.02. zu berücksichtigen.
  • Der freigewordene Blick auf die Stadtsilhouette rechtfertigt nicht das Abholzen des kompletten Baumbestands.
  • Die Anwohner sind den Belastungen durch Lärm und Luftverschmutzung durch den Autoverkehr verstärkt ausgesetzt.
  • Der Ausschussbeschluss ist spontan und ohne ausreichende Beratung im Vorfeld erfolgt. Eine vorherige Stellungnahme war nicht möglich.
  • Werbemaßnahmen durch die geplante Videowand stehen offentlich im Vordergrund – der Park als Lebensraum ist dabei von untergeordneter Bedeutung.
  • Die angedachten Blumenwiesen haben eher kosmetischen Wert, da die vorgesehenen Lichtquellen bei Dunkelheit für Insekten tödlich sein werden.

Fazit: Die Kritik des NABU in Richtung Bürgermeister ist aus unserer Sicht vernichtend und lässt in ihrer Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ...

25.02.18

In einem Antrag an den Bürgermeister beantragt die CDU die Anpflanzung von Bäumen und Sträuchern im Plattipark. Zitat:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

neben wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und anderen Themen sind wir als Mandatsträger gleichermaßen auch dem Naturschutz verpflichtet. Mit der im Bauausschuss am 24.01.18 getroffenen Entscheidung die Bäume am Straßenrand zum Niederntor teilweise und im Vattipark gänzlich zu fällen sind wir nunmehr angehalten unserer Verpflichtung gegenüber dem Naturschutz nachzukommen.

Die CDU Fraktion beantragt daher die Neugestaltung des Vattiparks unter Einbeziehung der ansässigen Naturschutzvereine / -verbunde vorzunehmen und bei der Neugestaltung folgenden Bewuchs und Möglichkeiten zu berücksichtigen:
1. Bäume
2. Sträucher
3. Blumen (bienenfreundlich)
4. Kleine Gewässer
5. Insektenhotels / Nistkästen

Aha, sehr interessant! Schon vergessen, liebe CDU, dass ihr gerade erst am 24. Januar im Ausschuss für Bauen und Umwelt gemeinsam mit der SPD geschlossen für die Abholzung des kompletten Hanges im Vattipark gestimmt habt?

Und jetzt wollen die Christlich-Demokratischen Umweltspezialisten auf einmal wieder neue Bäume anpflanzen – sozusagen als treuherzige Wiedergutmachung für den mitverursachten Kahlschlag an über 100 Jahre alten Bäumen? Geht's noch? Das ist ja wohl an Scheinheiligkeit und Dreistigkeit kaum noch zu überbieten! Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast über soviel Dummheit lachen ... glauben die wirklich, dass die Bürger so blöd sind, ihnen das abzunehmen?

24.02.18

Unsere Pressemitteilung vom 21.02. zur Beendigung der Koalition mit der SPD fand lebhafte Resonanz in den lippischen Medien. Außer einem umfangreichen Bericht auf der Südlippe-Seite der LZ kommentierte Redakteur Patrick Bockwinkel am 22.02. den Vorgang auf Seite 10 in einem Kommentar, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

Die gerechte Quittung

Mit ihrem Vorschlag zu den Baumfällungen im Vattipark und dem ruckzuck umgesetzten Kahlschlag haben sich Blombergs SPD und Bürgermeister Klaus Geise nicht nur verzockt, sondern auch den Koalitionsast mit den Grünen abgesägt. Eine schallende Ohrfeige für die Sozialdemokraten und ihr Stadtoberhaupt, die bislang mit den Grünen gut kooperiert haben. Wer nun aber große Verschiebungen im Blomberger Rat erwartet, der ist auf dem Holzweg.

Denn CDU, FBvB, FDP und Grüne haben im Rat nur eine Stimme mehr als SPD und Bürgermeister. Und dass die drei bisherigen Oppositionsparteien und Grüne nun einen Kuschelkurs fahren werden, ist nicht zu erwarten. Zu groß waren bislang die Gräben zwischen den Lagern. Dennoch sollte das politische Erdbeben der SPD und Geise eine Warnung sein.

Anstatt die Bedenken über einen Kahlschlag am Vattipark ernst zu nehmen und die von Nabu und Biologischer Station erarbeiteten Alternativen in einer Sondersitzung zu erörtern, wurden radikal Fakten geschaffen – ganz nach dem Motto "Weitere Diskussionen unerwünscht". So verprellt man Bürger. Dass darüber hinaus ein so erfahrener Bürgermeister wie Klaus Geise nicht gewusst haben will, wann die Bäume im Vattipark gefällt werden, ist an fehlendem Fingerspitzengefühl bei so einem emotionalen Thema kaum zu überbieten. Die gerechte Quittung für all das gab es nun von den Grünen.

Gut gebrüllt, Löwe! Ihr Kommentar trifft den Nagel auf den Kopf – besser hätten auch wir es nicht ausdrücken können, Herr Bockwinkel!

21.02.18

In einer Pressemitteilung vom 21. Februar teilen die Blomberger Grünen mit, dass sie die seit der letzten Kommunalwahl 2014 bestehende Koalition mit der SPD mit sofortiger Wirkung beenden. Der Beschluss wurde von der Mitgliederversammlung des Blomberger Ortsverbandes am 20.02. mit großer Mehrheit gefasst.

Ausschlaggebend für diese Entscheidung war die nicht mit den Grünen abgestimmte, kurzfristig getroffene Entscheidung der SPD, den Bewuchs unterhalb der Straße "Zum Niederntor" (ehemals "Neuer Weg") komplett abzuholzen zu lassen. Obwohl der SPD klar sein musste, dass das mit den Grünen nicht zu machen war, wurde dieser Beschluss am 24.01. in der Sitzung des Ausschusses für Bauen und Umwelt von der SPD mit Unterstützung der CDU mit 13 Stimmen gegen die beiden Stimmen von Grünen und FBvB durchgezogen (wir berichteten).

Übrigens: Wer bei den Blomberger Grünen – mit und ohne Parteibuch – mitarbeiten oder einfach nur mal reinschnuppern möchte, ist bei uns herzlich willkommen! Einfach eine Mail schicken an info@gruene-blomberg.de!

20.02.18

Das AKW Grohnde ist am gestrigen Montag, dem 19. Februar, erneut wg. eines Renegade-Alarms geräumt worden, berichtet die Deister-Weser-Zeitung (DeWeZet). Auf dem Flug von Aberdeen nach Frankfurt war laut Lufthansa der Funkkontakt abgerissen und der Pilot im Cockpit hatte statt des Zahlencodes für "Funkprobleme" versehentlich den Zahlencode für "Entführung" eingegeben.

Kampfflugzeuge der Alarmrotte waren aufgestiegen, in Hameln war der Polizeistab zusammengetreten und das AKW Grohnde war von allen Mitarbeitern geräumt worden, die keine sicherheitsrelevanten Aufgaben haben. Dies betraf auch 200 Fremdkräfte, die sich wegen der ab dem Wochenende geplanten Revision in der Anlage befanden. Nur die Mitarbeiter in der Leitwarte verblieben auf ihren Plätzen, um das AKW auch weiterhin steuern zu können. Zusätzlich wurde noch die Notsteuerwarte besetzt, die im Notfall noch eine Steuerung des Kraftwerks "von außen" ermöglicht.

Ob auch andere AKW-Standorte betroffen waren bzw. wie dort mit dem Alarm umgegangen wurde, wurde zunächst nicht bekannt. Das solche Renegade-Alarme häufiger stattfinden, wurde erst vor knapp einem Jahr öffentlich bekannt, als am Freitag, dem 10. März 2017, ein Flugzeug der Air India über Deutschland einen Renegade-Alarm auslöste, weil zu der Maschine kein Funkkontakt mehr herzustellen war (wir berichteten).

Zur Erinnerung: Das AKW Grohnde ist nur 25km von Blomberg entfernt!

19.02.18

Der Namenswettbewerb, zu dem wir anlässlich der "Umgestaltung" des Vattiparks aufgerufen hatten, hat einige interessante Vorschläge gebracht. Aus der Vielzahl von Vorschlägen hier eine kleine Auswahl der besten in alphabetischer Reihenfolge (Achtung Satire!):

Vorschlag

Kommentar

Blomberg Chainsaw Massacre

Blomberger Kettensägen-Massaker (in Anlehnung an den bekannten Film "Texas Chainsaw Massacre").

Borchardshain

Günther Borchard ist Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Bauen und Fraktionschef der SPD.

Geise-Schneise

Selbsterklärend ...

Größter Stümpfe-Park Deutschlands

Die Abkürzung spricht für sich ...

GroKo-Gedächtnispark

Zur Erinnerung daran, dass auch die CDU mit sämtlichen Ausschussmitgliedern dem Kahlschlag zugestimmt hat.

Plattipark

Derzeit unser Favorit!

Weitere Namensvorschläge sind herzlich willkommen!

15.02.18

Hier noch ein weiterer Leserbrief:

Vielleicht hätte man den Mitgliedern des Ausschusses für "Bauen und Umwelt" vor ihrer fatalen Entscheidung das Buch von Peter Wohlleben "Das geheime Leben der Bäume" als Lektüre verordnen sollen. Dann wäre die Entscheidung eventuell respektvoller ausgefallen.

Für die erwartete "Touristenflut" des kommenden Sommers schlage ich folgendes Plakat vor:

Herzlich willkommen im größten
Stümpfe-Park Deutschlands!
Öffnungszeiten von 0 bis 24 Uhr

Leider wurde auch ein besonders stattlicher, über 100 Jahre alter Baum an der Allee zum Niederntor gefällt, obwohl es im Beschluss des Ausschusses hieß: Alle Bäume entlang der Straße bleiben stehen. An dieser Stelle klafft jetzt eine riesige Lücke. Das versteht nun wirklich niemand mehr.

Ich bin sehr, sehr traurig!

Claudia Staubach 
Bruchstr. 1
32825 Blomberg

13.02.18

Heute erreichte uns ein Leserbrief zum Kahlschlag im Vattipark:

An die Blomberger Ratsfraktion der Grünen

Ein Dankeschön für euer, leider vergebliches Engagement, in Sachen Vattiparkabholzung!

Der größte Frevel ist die Zerstörung von teilweise über 100-jährigen, kerngesunden Bäumen. Wenn man sich nur ein ganz klein wenig in die Ökologie hineindenkt, sollte man schon als Laie den Wert dieser Gehölze erkennen können!

  • Sie filtern Staub, der auf der Bundesstraße 1 ja reichlich erzeugt wird.
  • Sie produzieren reichlich Sauerstoff.
  • Sie binden CO2 und verdunsten im Sommer viel Wasser.
  • Sie erzeugen somit ein wertvolles Mikroklima, das wiederum vielen Tierarten, Vögeln, Insekten und anderen Pflanzen, Flechten und Pilzen einen Lebensraum bietet und somit natürlich auch wertvoll für den Menschen ist.
  • Sie verhindern Bodenerosion, was gerade bei der Hanglage am Vattipark wichtig war und ist.
  • Und gibt es nicht die Diskussion um die Folgen des Klimawandels?
  • Aktuell beklagen wir einen dramatischen Insektenrückgang von 80%! Wie vielen Insekten dienten wohl die alten Riesen im Vattipark als Lebensraum?

Und der Fachausschuss für Bauen & Umwelt in Blomberg wollte mit seiner Mehrheit von SPD und CDU diese einfachen Fakten nicht wissen!?

Hier stand das Konzept eines Planungsbüros im Vordergrund (wobei dieses Büro "nur" eine Sichtachse zum Stadttor geplant hatte und keine Komplettabholzung!).

Ob die aktuelle Situation eine optische Aufwertung darstellt, mag jeder für sich entscheiden.

Ob dort dann Videowände und andere leuchtende Objekte montiert werden, ist mir ehrlich gesagt sch... egal. Nicht egal kann mir der fahrlässige Umgang mit Lebensräumen sein!

Für den Erhalt und die Vielfalt von Lebensräumen setze ich mich in der NABU-Gruppe Blomberg aktiv ein. Umso mehr schmerzt mich diese tabula rasa Aktion von umweltpolitischen Dilettanten!.

Na klar, die Zeit heilt Wunden und der Vattipark wird vielleicht wieder hübsch bepflanzt – die alten, ökologisch wertvollen Bäume mit ihren Lebensräumen sind allerdings dahin.

Bernhard Stichweh
Bruchstr. 6
32825 Blomberg

Von Bernhard Stichweh stammt auch die Fotomontage auf der Startseite!

11.02.18

Am Sonntag haben wir uns noch einmal auf den Weg gemacht, um das Zerstörungswerk im Vattipark fotografisch zu dokumentieren. Es ist wirklich ein Trauerspiel, was der Ausschuss für Bauen und Umwelt (!) am 24.01. mit seiner GroKo-Mehrheit angerichtet hat.

Ob den 13 Kahlschlag-Befürwortern von SPD und CDU bei ihrer Entscheidung wohl klar war, für was für einen Umweltfrevel sie ihre Hand gehoben haben? Man sollte jeden Einzelnen von ihnen dazu auffordern, sich das Desaster vor Ort einmal aus erster Hand anzuschauen!

In diesen Tagen erreichen uns zahlreiche Äußerungen von Blomberger Bürgerinnen und Bürgern. Eine davon möchten wir unserer Leserschaft nicht vorenthalten:

Hallo ...,

es macht mich sehr betroffen, was die Blomberger GroKo angerichtet hat. In Zeiten des Klimaschutz-Versagens der Bundespolitik sollten doch die Kommunen das Thema Klimaschutz ganz oben auf ihrer Agenda haben!

Angesichts des umfassenden Plattmachens der Bäume schlage ich vor, den Vattipark umzutaufen in Plattipark.

Schön, dass ihr euch so vehement gegen diesen Wahnsinn positioniert habt!

Liebe Grüße, K.

Der vorschlagene Name "Plattipark" hat uns auf eine Idee gebracht: Wir suchen nach den kreativsten Namensvorschlägen für den ehemaligen Vattipark. Als Anregung hier einige – nicht ganz ernst gemeinte Beispiele, die uns beim Brainstorming selber eingefallen sind:

  • Geise-Schneise
  • Bischoffsroda
  • ...

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und schreiben Sie uns Ihre Ideen an info@gruene-blomberg.de! Die besten Vorschläge werden hier auf der grünen Homepage publiziert.

09.02.18

Das Zerstörungswerk in Vattipark ging auch am heutigen Freitag weiter! Die beauftragte Firma entfernte auch noch die allerletzten Bäume unterhalb der Allee "Zum Niederntor". Damit ist jetzt im Vattipark ganze Arbeit geleistet worden.

Herzlichen Glückwunsch, liebe SPD! Außer der freien Sicht auf die Allee habt ihr jetzt auch noch die "Sichtachse" aufs Niederntor – zwei Fliegen mit einer Klappe. Herz, was willst du mehr?

Heute erreichte uns per Mail noch ein Brief des NABU Blomberg, der am Dienstag, dem 6. Februar an den Bürgermeister ging. Der NABU lehnt darin eindeutig sämtliche Kahlschlagvorhaben ab, sondern empfiehlt stattdessen lediglich eine "leichte Durchforstung" im Bereich der Sichtachse, konkret die Entnahme von ca. 5 Bäumen.

Auszug aus diesem Brief:

    Im Sinne eines nachhaltigen Natur-, Arten- und Umweltschutzes vertreten wir folgende Auffassung bzw. schlagen folgende Maßnahmen vor:

    Der Beschluss des Bauausschusses vom 24.01.2018, alle Bäume und Gehölze des Vattiparks zu entfernen, widerspricht den eingangs genannten Grundsätzen und wird in dieser Form von uns als unverhältnismäßig abgelehnt. Es wurde kein Konzept dargestellt, wie der Vattipark stattdessen gestaltet werden soll.

    Es gibt keinen Park ohne Bäume!

    In ökologischer Ausrichtung sollte der Beschluss dahingehend modifiziert werden, dass links der linken Sichtachse (Grundlage: Plan vom 16.01.2018) kein Baum gefällt werden sollte. Innerhalb des Sichtflächen-Dreiecks könnte eine leichte Durchforstung stattfinden (Entnahme von ca. 5 Bäumen). Rechts der rechten Sichtachse sollte ebenfalls nichts entnommen werden.

    Die Bäume spenden Schatten, schützen vor Lärm, Abgasen, Staub und Wind. Sie produzieren lebenswichtigen Sauerstoff, verhindern Bodenerosion und begünstigen das Stadtklima. Sie prägen den Park und verleihen ihm einen einzigartigen Charakter. Zudem finden viele Tierarten in Bäumen eine Heimat.

    Auch Hecken sind ein Lebensraum für Tiere. Deshalb sollten an der Straße „Zum Niederntor“ an der Einmündung der B1 wieder eine Hecke aus einheimischen Gehölzen, als Abgrenzung zum Park, gepflanzt werden. Diese sollte Anschluss finden an der vorhandenen Hainbuchenhecke.

Offensichtlich hatte dieser Brief aber keinen Einfluss mehr auf das Vorhaben der Verwaltung, in dieser Woche Nägel mit Köpfen zu machen. Schon am Donnerstagnachmittag ließ die beauftragte Firma die Säge sprechen ...

 

 

 

08.02.18

Schwarzer Tag für Blomberg! Am heutigen Donnerstag ging es los mit den schon lange befürchteten Baumfällungen im Vattipark. Mitarbeiter einer Fremdfirma fingen nachmittags an, die ersten Bäume zu schlagen und werden voraussichtlich erst am Freitag ihr Zerstörungswerk beendet haben.

Wider jede Vernunft hatten SPD und CDU im Bauausschuss am 24.01. gemeinsam beschlossen, dass der gesamte Bewuchs unterhalb der Straße "Zum Niederntor" entfernt werden sollte (wir berichteten). Während die eigentliche Idee dazu von der SPD ausgegangen war, hatte die CDU nichts Eiligeres zu tun, als sich – ohne jede Diskussion oder Nachfrage – einstimmig dieser Schnapsidee anzuschließen.

Nur die Ausschussmitglieder Arnecke (Grüne) und Stork (FBvB) hatten dagegen gestimmt, standen aber mit 2:13 Stimmen auf verlorenem Posten.

Der Blomberger NABU hatte nach der Ausschussentscheidung mit seinem Vorstandsmitgliedern Christiane Stolz und Bernhard Brautlecht noch versucht zu retten, was zu retten war. Zusammen mit Matthias Füller, dem Leiter der Biologischen Station Schieder, hatte der NABU im Vattipark eine Flächenbegehung durchgeführt und Anfang dieser Woche ein Papier mit Handlungsempfehlungen an den Bürgermeister geschickt. Aber auch die eindeutig ablehnende Stellungnahme des Blomberger NABU zu dem geplanten Kahlschlag führte nicht zu einem Umdenken an der Verwaltungsspitze.

Zeitgleich hatte Grünen-Vorsitzender Hans-Ulrich Arnecke versucht, seinen SPD-Kollegen Günther Borchard, dem Vorsitzenden des Ausschusses für Bauen und Umwelt (!), von dem Wahnsinnsvorhaben abzubringen. Aber stur hielt man an dem einmal gefassten Beschluss fest und zog seinen Stiefel durch.

Die gesamte grüne Ratsfraktion distanziert sich in dieser Angelegenheit ausdrücklich von ihrem Koalitionspartner. Wir haben gegenüber der SPD seit der verfehlten Idee mit der "Sichtachse" deutlich gemacht, dass mit uns ein solcher Baumfrevel nicht zu machen ist. Über weitere Konsequenzen werden wir daher in der nächsten Zeit beraten.

Wir werden in den nächsten Tagen Stück für Stück weitere Bilder des Zerstörungswerks im Vattipark online stellen ... 

01.02.18

Auch eine Woche nach dem Beschluss des Ausschusses für Bauen und Umwelt (!) den kompletten Hang am Vattipark kahlzuschlagen, wird in Blomberg immer noch über diese Entscheidung diskutiert. Die grüne Ratsfrau Heike Niedermeier hat einmal nachgezählt und beziffert die Anzahl der betroffenen großen und kleinen Bäume auf mehr als 50! Davon ist nicht einmal die Hälfte im städtischen Baumkataster verzeichnet (Kennzeichen: schwarzes Nummernschildchen).

Einige der größeren Bäume wurden mit gelben Protestschildern gekennzeichnet und sind auch von der Straße und von den Wegen aus sichtbar. Die Stadtverwaltung möchte natürlich liebend gerne, dass dieser unbotmäßige Ausdruck des Bürgerprotests so schnell wie möglich wieder verschwindet. Man droht uns damit, dass sonst der Bauhof mit der Entfernung beauftragt und uns der Aufwand in Rechnung gestellt wird. Wozu der ganze Aufwand, wenn doch die Bäume sowieso plattgemacht werden, liebe Stadtverwaltung?

Übrigens: Bis heute warten wir vergeblich auf eine Stellungnahme von Blomberg Marketing zum geplanten Kahlschlag. Angesichts des offiziellen Touristen-Werbeslogans "Blomberg – Natur und Stadt in Harmonie", siehe www.blomberg-urlaub.de, sollte man eigentlich erwarten, dass Marketing sich für die Erhaltung der Natur einsetzt und ganz klar gegen die Komplettabholzung des Vattiparks positioniert. Leider Fehlanzeige!

Die Touristen werden "begeistert" sein, wenn sie auf der B1 an der Schokoladenseite der Stadt vorbeifahren und dort gleich am Ortseingang von einem kahlgeschorenen Hang begrüßt werden. Wir schlagen stattdessen daher als neuen Werbespruch vor: "Blomberg – Natur und Stadt in Agonie"! Das trifft's wohl eher...

25.01.18

Bei der gestrigen Bauausschusssitzung ging es um den Beschlussvorschlag der Verwaltung, eine sogenannte "Sichtachse" von der B1 in Richtung des Niederntors zu schlagen, damit Vorbeifahrende die Stadtsilhouette besser erkennen können. Dabei hätten laut Angaben des Bauamts 14 Bäume gefällt werden müssen. Unter anderem hätten etliche Alleebäume an der Zufahrtsstraße "Am Niederntor" (früher "Neuer Weg") dran glauben müssen sowie weitere Bäume am Hang unterhalb.

Dieses "Schwachsinnskonzept" (wir berichteten) war in der Sitzung mit einem Mal vom Tisch, als die SPD überraschend den Vorschlag brachte, alle Alleebäume stehen zu lassen und stattdessen den kompletten Baumbewuchs unterhalb der Straße am Hang zu "entnehmen" (man beachte den verniedlichenden Ausdruck!), damit man von der B1 aus die Zufahrt zur Stadt besser erkennen kann.

Dieser Vorschlag stieß auf überraschend spontane Zustimmung der CDU, sodass er flugs mit der "GroKo"-Mehrheit beschlossen wurde. Dagegen stimmten nur die Grünen und die FBvB, die zusammen leider nur über 2 Stimmen verfügen. Unsere Bewertung:

  1. Positiv: Die Alleebäume bleiben stehen und markieren somit als geschlossenes Ensemble die Auffahrt zur Stadt.
  2. Negativ: Am Hang gibt es einen Riesen-Kahlschlag, im Zuge dessen wahrscheinlich sogar noch deutlich mehr Bäume fallen müssen als bei der "Sichtachse".
  3. Fazit: Der eine Schwachsinn wird durch den anderen ersetzt. Der Teufel wird mit Beelzebub ausgetrieben.

Der Besucherraum des Rathaussaals war im Vergleich zu sonst gut gefüllt, u.a. waren etliche NABU-Mitglieder mit ihrer Vorsitzenden Christiane Stolz, Vertreter der Arbeitsgemeinschaft "Blomberger Land" mit ihrem Vorsitzenden Jens Spicher sowie weitere engagierte BürgerInnen anwesend, die zum Teil Schilder mit der Aufschrift "Kleine Stadt, die bald keine Bäume mehr hat??" umgehängt trugen.

Im Rahmen der Einwohnerfragestunde meldeten sich zahlreiche Besucher zu Wort und machten deutlich, dass sie von den vorgeschlagenen Fällmaßnahmen wenig bis nichts hielten. Auch Anlieger der direkt betroffenen Weinberggasse machten ihrem Unmut Luft. Peter Pietzk, der mit seinem bekannten Blomberger Unternehmen Pitsoft ebenfalls an der Weinberggasse wohnt, überreichte ein Papier an die Ratsmitglieder, in dem er Punkt für Punkt auflistet, welche negativen Folgen eine Abholzung im Vattipark für die Anlieger und die Natur hätte.

24.01.18

Blomberg will im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts seine Stadteingänge verschönern, um damit mehr Leute von der B1 in die Stadt zu locken – grundsätzlich eine gute Idee. Dafür hat ein Planungsbüro aus Herford ein Konzept entwickelt. So soll unter anderem auch der Stadteingang Süd mit dem „Vattipark“ aufgehübscht werden, vor allem, indem dort einmal so richtig die Baumsäge zum Einsatz kommt.

Das Stichwort heißt „Sichtachse“. Sichtachsen sind nämlich derzeit bei Planungsbüros groß in Mode und vielfältig einsetzbar. Zum Beispiel beim Vattipark: Wer als Durchreisender aus Richtung Paderborn auf der B1 um Blomberg herumfährt, kann die Stadtsilhouette – insbesondere das Niederntor – hinter den hochgewachsenen Bäumen nicht erkennen.

Aber kein Problem: Dann muss man eben eine „Sichtachse“ herstellen, indem eine Schneise am Hang freigeschnitten wird und die Autofahrer auf der B1 künftig freie (Teil-)Sicht auf die südliche Stadtsilhouette haben. Dumm nur, dass dafür 2 Eschen, 5 Ahornbäume und 7 Buchen gefällt werden sollen. Macht insgesamt 14 Bäume, die damit einem mehr als fragwürdigen Konzept geopfert werden!

Offenbar haben die am Planungsprozess Beteiligten noch nie davon gehört, dass Bäume mehrere wichtige Funktionen haben. Sie wandeln während der Vegationsperiode CO2 in Sauerstoff um, filtern Staub aus der Luft und haben schallabsorbierende Wirkung. Außerdem: Wenn aus einem intakten Ensemble ganze Baumgruppen herausgeschnitten werden, hat das auf den Rest eine destabilisierende Wirkung. Die verbleibenden Bäume sind dann durch die geschlagenen Schneisen bei Sturm- und Orkanböen anfälliger – die Starkwindereignisse der letzten Jahre haben es bewiesen.

Unsere eigenen Simulationsfahrten aus Richtung der „Edeka-Kreuzung“ auf der B1 haben gezeigt, dass sich eine Sichtbeziehung aus einem fahrenden Auto aufs Niederntor maximal nur für 2 bis 3 Sekunden herstellen lässt. Das Niederntor kommt zwar hinter dem Recker-Gebäude kurzzeitig in den Blick – aber nur dann, wenn man bewusst den Blick von der Straße nach links oben richtet. Sollten die Autofahrer gerade dort nicht eher auf den Straßenverkehr aufpassen?

Dummerweise ist nämlich genau dort eine verkehrstechnisch kritische Stelle, weil da

  1. die B1 (Schiederstraße) einen deutlichen Knick nach rechts macht,
  2. eine Verkehrsinsel steht (Spurverengung!) und
  3. die Straße „Zum Niederntor“ abzweigt. Zu allem Überfluss soll dort
  4. in Blickrichtung nach links in den Vattipark eine 5 x 4 Meter große Anzeigetafel platziert werden, die auch noch die Aufmerksamkeit der Autofahrer auf sich ziehen soll.

Schauen Sie sich unser Kurz-Video an – und Sie bekommen eine Vorstellung davon, wie es auf der B1 an einem normalen Werktag zugeht ...

Und für ein solch unsinniges Konzept sollen 14 vitale Bäume der Säge zum Opfer fallen? Das ist völliger Schwachsinn und muss verhindert werden! Die Grünen-Fraktion wird diesen Plänen eine klare Absage erteilen!

Wenn Sie der gleichen Meinung sind, kommen Sie am Mittwoch, dem 24. Januar, um 19.30 Uhr, in die öffentliche Bauausschusssitzung im Rathaussaal!

17.01.18

Wer hätte das gedacht: Nachdem jahrelang in den Supermärkten der Stadt nur Auftausalz zu haben war, bietet die Werkers Welt (ehemals Werkmarkt Stumpf) in diesem Jahr auch abstumpfende Mittel an. Dort fanden wir neulich mehrere Säcke mit Lava-Granulat und sicherten uns gleich zwei davon.

Wir berichteten über das Thema "Streusalzeinsatz" bereits ausführlich am 14.02.15, also vor gut 3 Jahren. Damals gab es bei allen Anbietern ausschließlich Streusalz zu kaufen. Sollte inzwischen bei den Anbietern ein Umdenken eingesetzt haben? Es wäre zu wünschen ...

Zur Erinnerung: Streuen mit Salz ist nach der städt. Reinigungssatzung nur in Ausnahmefällen erlaubt, z.B. an besonders abschüssigen Stellen. Auszug aus der Satzung, § 3 Abs. (2):

    Die Gehwege sind in einer für den Fußgängerverkehr erforderlichen Breite von Schnee freizuhalten. Bei Schnee- und Eisglätte sind die Gehwege sowie die für den Fußgängerverkehr notwendigen Übergänge und die gefährlichen Stellen auf den von den Grundstückseigentümern zu reinigenden Fahrbahnen vorrangig mit abstumpfenden Stoffen zu bestreuen.

    Der Einsatz von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen ist grundsätzlich verboten. Die Verwendung ist nur erlaubt

  • in besonderen klimatischen Ausnahmefällen wie z.B. Eisregen oder Glatteis, in denen durch Verwendung abstumpfender Mittel keine hinreichende Streuwirkung zu erzielen ist,
  • an gefährlichen Stellen an Gehwegen, wie z.B. Treppen, Rampen, Brückenauf- oder abgängen, starken Gefälle- bzw. Steigungsstrecken oder ähnlichen Gehwegabschnitten.

05.01.18

Die grüne Ratsfraktion hatte bereits im September 2016 eine E-Tankstelle in zentraler Lage der Innenstadt beantragt (wir berichteten). Aber gut Ding will in Blomberg Weile haben. Der zunächst angepeilte Standort mit unterirdischem Starkstromanschluss am Rande des Pideritplatzes erwies sich als nicht genehmigungsfähig, weil die dafür vorgesehene Fläche nicht als Parkplatz genutzt werden durfte. Als Ersatz bot die Verwaltung eine Fläche am Kulturhaus "Alte Meierei" an, die ebenfalls einen bereits vorhandenen unterirdischen Starkstromanschluss aufwies. Das weitere Verfahren wurde von den BVB übernommen, aber leider immer noch nicht zu Ende geführt. Wir hoffen auf 2018 ...

Bis zur Fertigstellung der E-Ladesäule am Kulturhaus wollte Heike Niedermeier, Ratsfrau bei der Grünen-Fraktion, nicht warten. Sie ließ sich auf ihrem Bauernhof in Brüntrup eine sogenannte "Wallbox" (Wandladestation) einbauen und kaufte sich einen elektrischen Renault Zoé. Dieses Fahrzeug verfügt als derzeit einziger Kleinwagen auf dem bundesdeutschen Markt über eine Batterie mit über 40 kWh Kapazität und damit über eine Praxisreichweite von 300 km. Die früher übliche Reichweitenangst bei den Fahrern von E-Autos gehört damit der Vergangenheit an.

Die Vorteile von E-Autos:

  • Emissionen:
    • Keine lokalen Schadstoff-Emissionen, vorteilhaft vor allem in der Stadt
    • Komplett emissionsfrei bei Bezug von Ökostrom, am besten direkt von der PV-Anlage auf dem Dach
    • Lärmemissionen sowohl innen als außen äußerst gering, vor allem im Vergleich zu Dieselfahrzeugen
  • Finanzen:
    • Kaufprämie i.H.v. 4.000 EUR (je zur Hälfte vom Staat u. vom Hersteller)
    • Sehr geringe Wartungskosten, da einfach aufgebaut (E-Motoren sind praktisch "unkaputtbar")
    • Kfz-Steuerbefreiung für 10 Jahre ab 01.01.16
  • Fahr- und Bedienkomfort
    • Volles Drehmoment ab der ersten Umdrehung: super Beschleunigung
    • Kein Schalten, kein Kuppeln, da nur ein Gang

01.01.18

Allen Lesern unserer "GRÜNEN Seiten" wünschen wir für das Jahr 2018 alles Gute und viel Erfolg bei ihren privaten und geschäftlichen Unternehmungen!

Die Grünen bieten Ihnen als einzige Partei in Blomberg bereits seit 1997 (!) eine Homepage in der vorliegenden Form. Damit sind wir schon seit den Anfangstagen des WWW mit dabei. Im November 2017 konnten wir unser 20-jähriges Jubiläum feiern! Dazu demnächst mehr an dieser Stelle.

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