ZUR SACHE: Nie war er so wertvoll wie heute ...

... Der Erweiterungsbau im Blomberger Schulzentrum nämlich. Erinnern wir uns: Während der letzten Wahlperiode 1994-1999 kämpfte die SPD und eine von ihr gesponsorte Bürgerinitiative erbittert gegen diesen Erweiterungsbau, der von der damaligen grün-schwarzen Ratsmehrheit beschlossen worden war. Mittels eines Bürgerbegehrens wollten SPD und ihre Anhänger Anfang 1996 erzwingen, dass statt dessen eine Grundschule am Hamburger Berg gebaut wurde.

Schon damals gab es jedoch gute Gründe davon auszugehen, dass um die Jahrtausendwende herum der Platzbedarf an den weiterführenden Schulen stärker anwachsen würde als an den Grundschulen. Seit 1999 teilen sich nun Hauptschule und Gymnasium den Platz im neuen Erweiterungsbau; Schüler und Lehrer sind voll des Lobes über die modernen, großzügigen Räumlichkeiten, die im Schulzentrum für eine spürbare Entlastung und für eine Entflechtung der Schülerströme gesorgt haben.

Inzwischen liegt dem Schulausschuss der Stadt Blomberg die aktualisierte Schulentwicklungsplanung vor und bestätigt genau die damalige Prognose, geht sogar von einem noch größeren Raumbedarf bei den weiterführenden Schulen aus. Die Grundschulen der Kernstadt werden im Gutachten dagegen als raummäßig vollkommen ausreichend ausgestattet angesehen.

In der Rückschau können wir also heute mit Genugtuung feststellen, dass 1996 eine goldrichtige Entscheidung getroffen wurde. Hätten nämlich damals SPD und Bürgerinitiative das Rennen gemacht, dann hätten wir heute eine schlicht überflüssige neue Grundschule auf dem Hamburger Berg, während die Engpässe bei den weiterführenden Schulen das Schulzentrum aus allen Nähten platzen lassen würden. Nebenbei bemerkt hätten wir dann auch keine Solaranlage, die uns Jahr für Jahr über 8000 kWh umweltfreundlichen Strom erzeugt.

Die Kinder der Eltern aus der damaligen Bürgerinitiative sind inzwischen längst im Schulzentrum gelandet und können genau wie die Kinder der damaligen Befürworter des Erweiterungsbaues von dessen entlastender Wirkung profitieren. Es wäre schön, wenn die Aktivisten von damals sich gelegentlich daran erinnern würden ...


G. Staubach, 14.09.00